Zuppa inglese

Biskuitdessert mit Konditorcreme

Zuppa inglese ist ein vermutlich relativ traditionsreiches Dessert aus Mittel-Italien, das mit Biskuit, Konditorcreme und einem Likör zubereitet wird.

 

Zuppa inglese
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Biskuitdessert mit Konditorcreme
Menge 14 Portionen
Vorbereitung
Kochzeit länger
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Biskuitdessert mit Konditorcreme
Menge 14 Portionen
Vorbereitung
Kochzeit länger
Zutaten
Portionen / Menge: Portionen
Anleitungen
  1. Crema pasticciera nach Rezept herstellen und erkalten lassen.
  2. Pan di Spagna nach Rezept herstellen, erkalten lassen und in ca. 1 cm dicke Stücke schneiden, mit denen zwei Schichten in einer größeren Form ausgelegt werden können.
  3. Obst in dünne Scheiben schneiden.
  4. Alchermes mit 50 % Wasser verlängern.
  5. Die Form mit der ersten, unteren Schicht Pan di Spagna auslegen und mittels eines Esslöffels mit der Alchermes-Wasser-Mischung beträufeln.
  6. Die Hälfte des Obstes auf dem Biskuit verteilen.
  7. Darauf die Hälfte der Crema pasticciera geben und gleichmäßig verteilen.
  8. Bei der zweiten Schicht (Pan di Spagna, Obst, Crema) ebenso verfahren, nur den Alchermes weglassen.
  9. Darauf achten, dass die letzte Lage Crema ganz gerade verstrichen ist.
  10. Den Kakao teelöffelweise in ein feines Sieb geben und durch leichtes Rütteln gleichmäßig über der Crema verteilen.
  11. Vor dem Servieren kühl stellen und ebenso aufbewahren.
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zuppa inglese

 

gemuesefahne_55Von Zuppa inglese gibt es viele Varianten, was mit der relativ ungewissen Herkunft (s.u.) der Süßspeise einhergeht. Einheitlich sind die Anwendung des Schichtverfahrens sowie die Benutzung der Crema pasticciera (Konditoreicreme), doch die anderen Zutaten sind recht unterschiedlich. Als Biskuit wird eigentlich klassisch Pan di Spagna benutzt, doch gebräuchlich sind auch Löffelbiskuits, im Italienischen savoiardi genannt. Die alkoholische Komponente bildet meist der rote, etwas bittere Alchermes-Likör, doch auch Rosolio (ein Rosenblüten-Likör) oder auch Rum kann Verwendung finden. Als Obst wird oft zu kandierten Früchten oder Saisonobst (insbesondere Beeren) gegriffen, doch im Winter tut es auch (wie oben) eine Dose Pfirsiche, Aprikosen o.ä. bzw. eine Schicht (Aprikosen-) Konfitüre. Die meist vorhandene Schoko-Komponente kann wie hier mit abdeckendem Kakao zum Ausdruck kommen, doch auch das Einstreuen einer Zwischenschicht geraspelter (Zartbitter-) Schokolade ist möglich. Schließt man oben nicht mit einer Kakao-Schicht ab, kann man das Dessert auch mit geschlagener Sahne oder mit einer Baisiermasse (aus Eiweiß und Zucker) toppen.

 

gemuesefahne_55

Zuppa inglese baisiert

Zuppa inglese baisiert

Ebenso vielfältig wie die Zubereitungsarten sind die mit der Süßspeise verbundenen Hypothesen über deren Entstehung und vor allem deren Namen. Übersetzt bedeutet er nämlich englische Suppe, was erst einmal schon so neugierig macht (wenn man an die Welten denkt, die zwischen der italienischen Küche und dem, was man in England speist, liegen), vor allem aber, wenn man weiß, dass genau ein solches Gericht in England gar nicht bekannt ist. So gibt es denn die Hypothese, die Zuppa inglese leite sich vom ähnlichen englischen Trifle ab bzw. die Crema pasticciera vom englischen Custard. Ähnlichkeiten gibt es in der Tat, und der Trifle existiert angeblich auch schon seit dem 16. Jahrhundert. Andere Hypothesen bezeichnen die Zugabe von Alkohol als typisch englisch und versuchen damit den Namen zu erklären. Oder aber man schreibt die Zuppa inglese der englischen Kolonie in Italien zu, die das Gericht erfunden habe. Oder der Umstand, dass Löffelbiskuits, die teilweise anstelle von Pan di Spagna verwendet werden, mitunter inglesi genannt werden, wird zur Erklärung herangezogen. Und, und, und. Der zweite Namensbestandteil, das Wort Zuppa, ist jedenfalls leichter zu erklären, bedeutet inzuppare doch eintauchen, einweichen und greift insofern das Beträufeln des Biskuits mit Alkohol auf. Dem sehr unübersichtlichen Bild der Benennungsfrage entspricht die Diskussion darüber, welche regionalen Traditionen das Dessert in Italien hat. Belegt ist, das es in der Emilia-Romagna, der Toskana, in den Marken und im Latium schon länger bekannt ist, und auch in dem 1891 erschienenen Kochbuch des schon mehrfach erwähnten Pellegrino Artusi ist es unter Nummer 675 genannt. Unsicher ist aber so ziemlich alles Weitere: Im italienischen Wikipedia-Artikel finden sich verschiedenste Hypothesen zur Herkunft des Gerichts aus der Emilia, der Toscana und sogar auch aus Latium und aus Neapel.[1]

 

Zuppa inglese

 

gemuesefahne_55Für den, der Geschmack an Alchermes gefunden hat – oder aber ihn nicht finden kann, da er den Likör nicht bekommt: Bei MyPersonaltrainer[2] ist nicht nur ein Rezept zur Eigenherstellung von Alchermes veröffentlicht, sondern finden sich auch sonst viele interessante Informationen über den Likör, der eigentlich arabischen Ursprungs ist und über Spanien nach Italien kam. Die intensive rote Färbung erfolgt übrigens durch Karmin, was von Cochenilleschildläusen gewonnen wird.

 

Hier findest du mehr Rezepte aus der Emilia-Romagna, dem Latium, den Marken und der der Toskana .

 

 

Zuppa inglese
Biskuitdessert mit Konditorcreme
Nährwertangaben
Zuppa inglese
Menge pro Portion
Gesamt-Kalorien kcal 206 Kalorien aus Fett kcal 36
% des Tagesbedarfs*
Fett gesamt 4g 6%
Gesättigte Fettsäuren 2g 10%
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren 0.4g
Einfach ungesättigte Fettsäuren 1g
Cholesterin 0.1mg 0%
Natrium 130mg 5%
Kalium 144mg 4%
Kohlehydrate gesamt 34g 11%
Ballaststoffe 1g 4%
Zucker 26g
Protein 4g 8%
Vitamin A 12%
Vitamin C 3%
Kalzium 6%
Eisen 7%
* Prozentualer Tagesbedarfsanteil bei einer 2000-Kalorien-Diät

 

 

Fußnoten    (↵ zurück zum Text; ggf. geschlossenen Text zunächst öffnen)

  1. Vgl. https://it.wikipedia.org/wiki/Zuppa_inglese (Letzter Zugriff: 12.03.16)
  2. Vgl. http://www.my-personaltrainer.it/alimentazione/alchermes.html (Letzter Zugriff: 12.03.16)

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